Surf- und Kite-Hold-Down-Training – Wie man unter einer Welle die Ruhe bewahrt
Warum sich „Hold-Downs“ schlimmer anfühlen, als sie tatsächlich sind
Beim Freizeitsurfen dauert ein Hold-Down durchschnittlich zwischen 3 und 8 Sekunden. Der menschliche Körper kann ohne Training problemlos 30 Sekunden oder länger den Atem anhalten. Warum fühlt sich ein Hold-Down dann so lang und beängstigend an? Die Antwort lautet: CO₂. Unter Stress staut sich CO₂ schneller an, und der Drang zu atmen wird viel früher überwältigend. Panik entsteht nicht, weil dir der Sauerstoff ausgeht, sondern weil dein Körper das CO₂-Signal fälschlicherweise als Notfall interpretiert. Beim Freitauchtraining lernst du, zwischen beiden zu unterscheiden.
Die vier Fähigkeiten, die alles verändern
1. Ein tiefer Atemzug vor einem Sturz
Atmen Sie tief ein und entspannen Sie Ihren Körper im Moment vor dem Aufprall. Das senkt den Luftverbrauch und beruhigt das Nervensystem sofort.
2. Entspannung unter Druck
Sich gegen die Welle zu wehren, kostet Sauerstoff. Ein entspannter Körper übersteht das Untertauchen mit einem Bruchteil des Sauerstoffs, den ein angespannter Körper verbraucht. Die Lösung, wenn man unter Wasser ist, lautet: sich entspannen, nicht dagegen ankämpfen.
3. Orientierung
Folge den Blasen (sie steigen immer nach oben), spüre den Auftrieb und schütze deinen Kopf, ohne Energie oder Luft zu verschwenden.
4. CO₂-Toleranz
CO₂-Toleranzübungen, die schrittweise in einer sicheren Umgebung durchgeführt werden, verbessern direkt Ihre Fähigkeit, in Situationen, in denen Sie festgehalten werden, die Ruhe zu bewahren.
Was in unseren Sitzungen behandelt wird
- Atemtechnik und Vorbereitung vor dem Eintauchen ins Wasser
- Entspannungstechniken für den Moment vor einem Sturz
- Atemhalteübungen zum schrittweisen Aufbau einer CO₂-Toleranz
- Orientierung und Körperhaltung unter Wasser
- Atemübungen zur Erholung nach einem Festhalten
Kitesurfer: Es gelten dieselben Fähigkeiten
Ob man nun von einem Kite mitgerissen wird, sich in den Leinen verheddert oder von einer Welle mitgerissen wird – in allen Fällen sind dieselben grundlegenden Fähigkeiten gefragt: Ruhe bewahren, Atem sparen und unter Stress rationale Entscheidungen treffen. Unsere Kurse eignen sich gleichermaßen für Kitesurfer, die sich auf schwierigere Bedingungen vorbereiten, wie auch für diejenigen, die nach einem beängstigenden Erlebnis wieder einsteigen möchten.
Der „Hold-Down“, vor dem du Angst hast, ist fast immer kürzer, als es sich anfühlt. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du einen der beängstigendsten Momente beim Surfen in etwas verwandeln, auf das du gut vorbereitet bist.
